Gebetsmeinung des Papstes

December 2020

Wir beten für ein Leben aus dem Gebet: Wir beten dafür, dass unsere persönliche Christusbeziehung durch das Wort Gottes und unser Gebet wachse.

Wie werden wir authentische Christen, Christen voller Glaube, Christen, die Glaubenszeugen sind? Wenn Sie jetzt alles, was Ihnen dazu einfällt, aufschreiben, dann haben alle diese Eigenschaften bzw. Merkmale einen gemeinsamen Nenner: die Beziehung zu Christus.

Warum sonst arbeiten wir an unserem Charakter und konfrontieren uns mit unseren Schwächen, kämpfen gegen unsere Laster, bemühen uns im Glauben zu wachsen, sind freundlich zu den schlimmsten Nervensägen, zerbrechen uns darüber den Kopf, was Gott uns in dieser Situation oder durch jene Krise zeigen will, verschenken unsere Zeit im Ehrenamt, suchen Sinn in dem, was uns passiert, sind fröhlich und voller Hoffnung in hoffnungslosen Situationen, tun und sagen Dinge, die irgendwie nur Christen sagen und tun? Unser Glaube, und weil wir diese Beziehung zu Christus leben und praktizieren, macht uns zu solchen Menschen.

Was bedeutet es nun, eine persönliche Beziehung zu Christus zu haben? Und – wie bekommen wir diese Beziehung zum Sohn Gottes? Die letzte Frage hat unser Papst in der aktuellen Gebetsmeinung bereits beantwortet: Durch das Gebet und das Lesen und Betrachten vom Wort Gottes bekommen und stärken wir diese Beziehung und wachsen in ihr. Streng genommen ist das eine wirklich einfach zu bewerkstelligende Beziehung: Beten – also Zeit mit Gott verbringen, mit ihm reden und auf ihn hören – und das Wort Gottes lesen.

Wann haben Sie das letzte Mal die Bibel in die Hand genommen, um etwas über sein geheimnisvolles Wesen zu erfahren, um seine Botschaft an Sie und mich zu lesen und zu verinnerlichen? Haben Sie die Bibel oder vielleicht auch nur ein Evangelium komplett durchgelesen? Wäre die aktuelle Gebetsmeinung und die Zeit des Advents nicht geradezu perfekt, dieses Anliegen umzusetzen?

So eine Beziehung hat weitreichende Konsequenzen. Sie führt dazu, dass wir Gott immer besser kennen lernen. Ich habe vor ein paar Tagen im Radio eine Quizfrage gehört: Kennen Männer ihre Autos besser als ihren Körper? Die Antwort lautete, dass ca. 91% der befragten Männer den Durchschnittsverbrauch ihres Autos kennen, aber nur rund 58% ihre eigene Blutgruppe angeben konnten. Es gibt so ein Pendant auch bei den Frauen.

Ist unsere Beziehung zu Gott oft nicht ganz ähnlich? Was wissen wir von unserem Gott alles nicht? Viele Antworten würden wir in der Bibel finden, würden wir sie lesen und Gottes Nähe im Gebet suchen.

Weihnachten steht vor der Türe. Die Vorstellung, dass unser Gott, der den Kosmos geschaffen habt, uns Menschen so sehr liebt, dass er sogar Teil dieser Schöpfung wird und einer von uns, ein Mensch, macht mich jedes Jahr sprachlos. Jedes Jahr wünsche ich mir mehr Zeit darüber nachzudenken und Gott dafür zu danken. Es ist Advent, und wir haben wieder neu die Chance, uns Zeit für Gott zu nehmen. Und jetzt hat unser Papst ausgerechnet in diesem Monat uns Betern dieses Gebetsanliegen anvertraut. Beten wir darum, dass immer mehr Menschen an ihrer Beziehung zu Christus arbeiten, sich dem Gebet widmen und sich Zeit nehmen, in der Bibel zu lesen. Beten wir darum, dass immer mehr Menschen ihre Beziehung zu Christus neu beleben und darin wachsen. Es gibt nichts Schöneres, als jeden Tag Zeit mit Christus zu verbringen und die Beziehung zu ihm lebendig zu halten.

Simone Nefiodow, Dipl.-Theologin

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