Liturgische Bausteine
Nichts gehört uns: Ein Gut ist nur erfreulich, wenn man es teilt (Seneca + 65 v.Chr.)
1. Lesung: Jes 58,7-10
2. Lesung: 1Kor 2,1-5
Evangelium: Mt 5,13-16
Wer bin ich? Wie darf ich mich sehen? Wie muss ich mich verstehen? Das sind Fragen, die je neu auftauchen und uns unser Leben lang begleiten. Dabei ist es wichtig, nicht nur aktiv nach Antworten auf diese Fragen zu suchen, sondern sie uns auch schenken zu lassen. Jesus tut das, wenn er uns Christinnen und Christen als Salz der Erde und Licht der Welt entdeckt. Nehmen wir diese Antworten an und versuchen wir, daraus zu leben, so erhält unser Leben eine neue Perspektive, die seinem und dem Gelingen des Lebens überhaupt dient. Damit das geschieht, bitten wir um das Erbarmen des Herrn.
Herr Jesus Christus,
- du bist derjenige, der unsere Dunkelheit erhellt. Herr, erbarme dich.
- Du bist derjenige, der unserem Leben Geschmack und Ausrichtung gibt. Christus, erbarme dich.
- Du bist derjenige, der uns einlädt, Licht und Salz für die Menschen zu sein. Herr, erbarme dich.
Gott, du bist gegenwärtig, wenn wir zu dir rufen.
Mach uns zum Salz der Erde und zum Licht der Welt, damit unsere Mitmenschen erkennen, dass du uns führst und uns Leben schenkst. Darum bitten wir dich durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen Sohn und unseren Bruder, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in Ewigkeit.
Lasst uns zu Jesus Christus, dem Salz der Erde und dem Licht der Welt, beten:
- Für die Kirchen, dass ihr Leben und ihre Verkündigung als Licht für alle Menschen erfahren werden.
- Für die Christinnen und Christen, die wegen ihres Glaubenszeugnisses verfolgt werden, dass ihnen Freiheit und Gerechtigkeit geschenkt werden.
- Für alle verzweifelten und mutlosen Menschen, dass ihnen Hoffnung und Zuversicht gegeben werden.
- Für alle, die krank und einsam sind.
- Für unsere Verstorbenen, dass ihnen die Fülle des Lebens zuteil wird.
Denn du bist reich an Liebe und Erbarmen für alle, die zu dir rufen. Dir sei Dank und Ehre jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Barmherziger Gott, im Vertrauen auf deine Güte kommen wir mit Gaben und Gebeten zu dir. Siehe nicht auf unsere Sünden und Fehler, sondern erhalte uns in der Gemeinschaft mit dir in Christus, unserm Herrn.
Wir sagen dir dank, oh Herr, und
wir preisen dich immer und überall.
Doch müssen wir bekennen,
dass unsere Welt nicht die besten Bedingungen zum Reifen des Menschen
sowie zum Ausbau seiner Werte bietet.
Vielfach herrschen Ungerechtigkeit,
Egoismus und Unvernunft.
Demgegenüber empfinden wir uns
als zu klein und zu ohnmächtig,
um etwas ändern zu können.
Wir beschränken uns auf einen kleinen Kreis von Menschen, die uns umgeben,
um von dir und deiner Liebe Zeugnis zu geben.
Oft stehen wir da
mit all unseren Zweifeln und Ängsten.
Aber gerade unsere Umgebung, unser Leben, unsere Gesellschaft
ist der Platz, den wir verändern sollen.
Da soll die Kirche
Licht und Salz der Welt sein.
Herr, sei du unsere Kraft
und erneuere unsere Dienstbereitschaft,
damit das Leben wieder ein Bereich des Guten und des Friedens sei,
wie es deinem Willen entspricht.
Durch dich ermutigt,
wollen wir uns mit all denen vereinen,
die sich in den Dienst
des Evangeliums stellen
und singen vereint mit ihnen.
Sanctus
Hochgebet – „Heilige Frauen und Männer“
Präfation
Gott, wir danken dir und loben dich.
Du hast uns diese Welt anvertraut,
um sie für uns Menschen,
und alle Lebewesen bewohnbar zu machen.
In Jesus von Nazaret,
und vielen anderen
heiligen Frauen und Männern
hast du uns darin ein Beispiel gegeben.
Mit ihrer Liebe zu dir,
ihrem Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden,
mit ihrem Einstehen für Menschen,
die an den Rand gedrängt werden,
für Kranke und Ausgebeutete,
begann eine menschliche und
göttliche Welt zu wachsen.
Von den Großen der Welt
unbeachtet oder verfolgt,
trauten Frauen und Männer immer wieder
ihren Hoffnungen in diese kleinen Anfänge.
Mit ihnen und den Schwestern und Brüdern
in der ganzen Welt,
die ihr Vertrauen auf eine Welt der Gerechtigkeit,
der Solidarität, des Friedens
und des Lebens in Fülle setzen,
danken wir dir und loben dich:
Sanctus
Gott, unser Vater,
Jesus, dein Sohn und unser Herr
lebte und handelte
im Glauben an dich, den einen Gott,
und bekräftigte so das Menschsein
und die Würde von allen.
Diesem Beispiel Jesu folgend
ließen sich im Laufe der Kirchengeschichte
viele Menschen darauf ein, diese Art zu leben.
Damit auch wir stark werden
im Leben und Glauben
und Jesu Botschaft nicht vergessen,
gab er seinen Freunden den Auftrag,
in Erinnerung an ihn zusammenzukommen,
Brot und Wein miteinander zu teilen,
und so das Anbrechen des Reiches Gottes
miteinander zu feiern,
einander in der Hoffnung
und im Handeln daraufhin zu stützen
und es weiterzutragen.
So bitten wir in dieser Stunde:
Sende deinen Heiligen Geist
auf diese Gaben von Brot + und Wein.
Lass sie uns werden
zu Leib und Blut Jesu Christi,
der sich hingibt, damit wir leben.
Jesus nahm in der Nacht vor seinem Tod
während des Mahles Brot in seine Hände,
dankte dafür, brach es, reichte es seinen Jüngern
und sprach:
NEHMT UND ESST ALLE DAVON:
DAS IST MEIN LEIB,
DER FÜR EUCH HINGEGEBEN WIRD.
Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch,
dankte wiederum, reichte ihn seinen Jüngern
und sprach:
NEHMT UND TRINKT ALLE DARAUS:
DAS IST DER KELCH
DES NEUEN UND EWIGEN BUNDES,
MEIN BLUT,
DAS FÜR EUCH UND FÜR ALLE
VERGOSSEN WIRD
ZUR VERGEBUNG DER SÜNDEN.
TUT DIES ZU MEINEM GEDÄCHTNIS.
Geheimnis des Glaubens
Akklamation
Guter Gott,
viele verschieden begabte Frauen und Männer
haben im Laufe der Geschichte
mit ihrem Leben ein Stück Reich Gottes
erfahrbar gemacht.
Es sind Anfänge und Aufbrüche,
die in unsere Hände gelegt
und immer wieder bedroht sind.
Deshalb erinnern wir uns heute
besonders an die/den Heilige(n) ...
Er/Sie ist/sind Jesus
in vorbildhafter Weise nachgefolgt.
Wir bitten um die Kraft ihres/seines Glaubens
angesichts von Zweifel und Misstrauen
in unserem eigenen Leben.
Wir gedenken in dieser Stunde
auch aller namenlosen Frauen und Männer,
die auch heute ihre Hoffnung und ihr Leben
auf das Reich Gottes setzen,
wenn sie sich gegen Unrecht wehren,
wenn sie krankmachende Verhältnisse kritisieren
und wenn sie Fremden eine Lebensmöglichkeit
in unserem Land geben.
Öffne unsere Augen für die Not in der Welt
und lass dies Brot, das wir füreinander brechen,
uns Zeichen und Mahnung sein,
in jedem Menschen
die Schwester und den Bruder zu sehen.
Treuer Gott,
deinem Herzen vertrauen wir die Menschen an,
die wir geliebt haben und die gestorben sind.
Sei du ihnen die Heimat, nach der wir uns sehnen.
Zusammen mit Jesus und allen,
die auf Gerechtigkeit und Leben in Fülle hoffen,
wollen wir dich loben und preisen:
Doxologie
Quelle unbekannt
In Jesus ist die Macht der Sünde gebrochen. In der Freiheit der Kinder Gottes lasst uns mit ihm zum Vater beten: Vater unser im Himmel, …
Gott will eine Kirche, die ein Ort der Wahrheit und Freiheit ist, des Friedens und der Gerechtigkeit, damit die Menschen neue Hoffnung schöpfen. Deshalb bitten wir: Herr Jesus Christus, … und schenke uns, …
Guter Gott, in dieser Feier hast du uns Anteil geschenkt an deinem göttlichen Leben. Lass uns niemals von dir getrennt werden, sondern bewahre uns in deiner Liebe. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.
Die in den „Liturgischen Bausteinen“ veröffentlichten Gebete und Texte sind Alternativen zu den offiziellen Texten, die der Zelebrant immer im MB findet.