„Welch ein Geschenk!“ Steyler feiern Ordens- und Priesterjubiläen

Deutschland

14. Sep 2026

Das Missionshaus St. Wendel hat am 13. September in großer Dankbarkeit die Ordens- und Priesterjubiläen unserer Steyler Mitbrüder gefeiert, die Jahrzehnte ihres Lebens in den Dienst unserer Gemeinschaft und unserer weltweiten Mission gestellt haben.

Gruppenfoto in der Sakristei des Missionshauses St. Wendel (von links): Br. Alfred Tegethoff, Br. Franz Schneider, Maria Ziegler, P. Josef Sprehe, P. Alexander Prüne, Br. Rudolf Zilien, P. Hermann-Johann Schnieders, Provinzial Pater Peter Claver Narh, P. Gerhard Farbowski, P. Bernhard Kuhnert, P. Rudolf Holzgartner, Br. Adolf Stegmaier, P. Josef Roth, Rektor Br. Bernd Ruffing.
Gruppenfoto in der Sakristei des Missionshauses St. Wendel (von links): Br. Alfred Tegethoff, Br. Franz Schneider, Maria Ziegler, P. Josef Sprehe, P. Alexander Prüne, Br. Rudolf Zilien, P. Hermann-Johann Schnieders, Provinzial Pater Peter Claver Narh, P. Gerhard Farbowski, P. Bernhard Kuhnert, P. Rudolf Holzgartner, Br. Adolf Stegmaier, P. Josef Roth, Rektor Br. Bernd Ruffing.

Pater Gerhard Farbowski und Pater Bernhard Holewa feiern in diesem Jahr das 75-jährige Jubiläum ihrer Profess (Ordensversprechen) und Bruder Adolf Stegmaier 70 Jahre Profess. 65 Jahre Profess und ihr 60-jähriges Priesterjubiläum feiern Pater Ben Huhnert, Pater Josef Roth, Pater Hermann-Johann Schnieders und Pater Rudolf Holzgartner. Bruder Alfred Tegethoff, Bruder Rudolf Zilien und Bruder Franz Schneider feiern 65 Jahre Profess, Pater Alexander Prüne sein goldenes Priesterjubiläum. Bruder Pawel Tazbirek und unser Provinzial, Pater Peter Claver Narh, der den Gottesdienst leitete, feiern ihr 25-jähriges Ordensjubiläum.

Rektor Br. Bernd Ruffing begrüßte die Jubilare und Gäste.
Rektor Br. Bernd Ruffing begrüßte die Jubilare und Gäste.

Gemeinsam feierten die Mitbrüder und Gäste auch das 60-jährige Priesterjubiläum unseres im Juni verstobenen Mitbruders Pater Karl Mack. Seine Lebensgeschichte und die der weiteren Jubilare mit Fotos, Lebensdaten und ihren Wirkorten in aller Welt waren das Thema einer Collage-Ausstellung im Missionshaus.

Spuren im Leben vieler Menschen

Besondere Worte fand Bruder Bernd Ruffing, Rektor des Missionshauses St. Wendel, für Maria Ziegler. Die ehemalige Laienmissionarin lebte und wirkte in Papua-Neuguinea und wird in diesem Jahr 90 Jahre alt. Sie feierte gemeinsam mit unseren Mitbrüdern. Bruder Bernd richtete sich in seiner Begrüßung vor dem Gottesdienst an alle Jubilare:

„Wir feiern, dass Gott zu euch ‚Ja‘ gesagt hat und dass ihr euer ‚Ja‘ großherzig gegeben habt. Euer ‚Ja‘ zu einem Leben in der Nachfolge. Und wir feiern die Treue, die euch auf diesem Weg hat bleiben lassen – auch durch Schwierigkeiten hindurch.

Wenn wir also heute feiern, dass ihr 25, 65, 70 und 75 Jahre eure Gelübde lebt, dass ihr 50 und 60 Jahre Priester seid und dass Maria in diesem Jahr 90 Jahre ihres Lebens feiert, dann kommt da viel Leben zusammen. Leben, das Spuren hinterlassen hat – in euch und im Leben vieler anderer Menschen.“

„Ihr habt nicht euch selbst gelebt, sondern Christus“

Provinzial Pater Peter Claver Narh: „In jedem Gebet, in jedem Dienst am Nächsten habt ihr eure Berufung gelebt.“
Provinzial Pater Peter Claver Narh: „In jedem Gebet, in jedem Dienst am Nächsten habt ihr eure Berufung gelebt.“

Provinzial Pater Peter Claver Narh dankte den Jubilaren für ihren jahrzehntelangen Dienst an der Gemeinschaft, den Menschen und der Mission. Die beeindruckenden Jahreszahlen seien mehr als nur Daten: „Welch ein Geschenk!“ In seiner Predigt führte er aus:

„Danke, dass ihr euch im Sinne der heutigen Lesung hingegeben habt. Der Apostel Paulus schreibt an die Römer: ‚Keiner von uns lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.‘ (Röm 14,7–8) Diese Worte werden an euch spürbar und greifbar. […] Ihr habt nicht euch selbst gelebt, sondern Christus. In jedem Gebet, in jedem Dienst am Nächsten habt ihr eure Berufung gelebt – und damit dem Herrn.“

Mit Blick auf das Evangelium sagte er: Ein solches Leben in Gemeinschaft und Mission bleibt jedoch nicht frei von menschlichen Schwächen und Spannungen. […] Wo Menschen zusammenleben und wirken, braucht es Vergebung – nicht nur siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal. […]

Dass ihr heute hier steht, nach 25 oder gar 75 Jahren im Ordensleben, ist auch ein Zeugnis dafür, dass ihr diese versöhnende Gnade Gottes immer wieder erfahren und einander geschenkt habt.“

Text und Bilder: Steyler PR

Bildergalerie: Gottesdienst und Feier unserer Jubilare

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