Neue Leitung in Dresden: Demut ist eine Kraft

Deutschland

10. Aug 2026

Die Steyler Gemeinschaft in Dresden hat eine neue Leitung: P. John Paul Marquez (Präses), P. Moses Awinongya (Vizepräses) und P. Anthony van Nhât Chu (Admonitor). Unser Provinzial sprach bei der Amtseinführung am 5. August über Demut und Gottvertrauen.

Von links: P. Anthony van Nhât Chu (Admonitor), Provinzial P. Peter Claver Narh, P. John Paul Marquez (Präses), P. Moses Awinongya (Vizepräses).
Von links: P. Anthony van Nhât Chu (Admonitor), Provinzial P. Peter Claver Narh, P. John Paul Marquez (Präses), P. Moses Awinongya (Vizepräses).

Provinzial Pater Peter Claver Narh dankte den Mitbrüdern für ihr „Ja“ zu ihrem Einsatz in Dresden und Leipzig. Die besondere kirchliche Situation im Osten Deutschlands eröffne Möglichkeiten für die Erst- und Neuevangelisierung: „So seid ihr am richtigen Ort.“

Demut ist eine Stärke

In seiner Ansprache bezog sich der Provinzial auf die Tageslesung aus dem ersten Petrusbrief: „Gürtet euch gegenseitig mit Demut“ und „werft alle eure Sorge auf ihn, denn er kümmert sich um euch“ (1 Petr 5,5b–7):

„Leitung in der Kirche und in der SVD ist nie zuerst Macht, sondern Dienst. Sie ist nicht Selbstbehauptung, sondern Hören auf Gott und auf die Mitbrüder; nicht das Durchsetzen des eigenen Willens, sondern das gemeinsame Suchen des Willens des Herrn.“

Demut bedeute, einander auf Augenhöhe zu begegnen, die Gaben der anderen Mitbrüder wertzuschätzen und Entscheidungen gemeinsam im Hinhören auf den Heiligen Geist zu reifen zu lassen.

„Demut ist nicht Schwäche. Sie ist die Kraft, die weiß: Ich muss nicht alles können. Ich muss nicht alles wissen. Ich darf klein sein – weil Gott groß ist. Wer demütig leitet, macht Raum für den anderen, für das Wirken des Heiligen Geistes und für Wege, die größer sind als unsere eigenen Pläne.“

„Werft alle eure Sorgen auf ihn“

Leitung geht einher mit Verantwortung, was auch schwierige Situationen mit sich bringen kann.

„Hier kommt das tröstliche Wort: „Werft alle eure Sorge auf ihn.“ Das ist eine große Entlastung für alle, die Verantwortung tragen. Nicht jede Sorge muss in uns bleiben. Nicht alles hängt an unserer Leistung. Gott trägt mit. Er sieht die Lasten der Gemeinschaft, die Spannungen, die offenen Fragen, die Hoffnungen und Grenzen. Er kümmert sich um uns — und deshalb dürfen wir vertrauensvoll und mutig handeln.“

Der Provinzial wünschte der neuen Leitung, dass sie „ihren Dienst im Geist der Demut und des Vertrauens ausübt: achtsam füreinander, offen für das Gute, klar in der Verantwortung und fest gegründet in Christus.“

Datenschutzhinweis

Diese Webseite nutzt externe Komponenten, wie z.B. Facebook und Youtube welche dazu genutzt werden können, Daten über Ihr Verhalten zu sammeln. Datenschutzinformationen