Deutschland
07. Sep 2025
Mit zwei ausverkauften Abenden war das Klosterleuchten ein großer Erfolg. Zum Jubiläum 150 Jahre Steyler Missionare verwandelten Licht, Musik, Tanz und Erzählungen die Klosterkirche in einen besonderen Erlebnisraum.

Das Licht-Event „Sankt Augustiner Klosterleuchten“ in der Kirche und das Fest „Romantisches Klosterglühen“ auf dem Vorplatz lockten am Wochenende des 5. und 6. September 3000 Besucher zum Missionspriesterseminar Sankt Augustin, das von den Einheimischen „Kloster“ genannt wird.
Zum 150-jährigen Jubiläum der Steyler Missionare verwandelten Licht, Musik, Tanz und Erzählungen die Klosterkirche in Sankt Augustin in einen besonderen Erlebnisraum – ein Fest, das Menschen berührte, inspirierte und begeisterte. Das Klosterleuchten setze bunte Schlaglichter auf die Geschichte und das Wirken der Ordensgemeinschaft, die ihren Weg im niederländischen Steyl begann und ihren Hauptsitz heute in Sankt Augustin hat.
Zu den Höhepunkten des Programms zählten ein fiktives Interview mit Ordensgründer Arnold Janssen. Seine Antworten stammten aus den zahlreichen Briefen, die er zu Lebzeiten geschrieben hat. Pater Bernd Werle SVD lieh Arnold Janssen seine sonore Stimme. In solchen Spielszenen, Musikstücken und Tanz-Darbietungen erzählte das Klosterleuchten, wie sich die Steyler Missionare auf ihrem Weg um die Welt zu einer interkulturellen Gemeinschaft entwickelten:
Wie Josef Freinademetz, einer der ersten Steyler Missionare in China, seine Liebe zu der zunächst so fremden Kultur entdeckte. Wie Steyler Missionare in den USA das erste Priesterseminar für junge Afroamerikaner gründeten. Und wie die Ordensgemeinschaft ihren Missionaren aus aller Welt den Weg nach Europa öffnete, um dem Glauben hier neue Impulse zu geben.
Der Platz vor der Kirche wurde ebenfalls zum Publikumsmagnet: Unter dem Motto „Romantisches Klosterglühen“ entstand ein stimmungsvolles Familienfest mit illuminierten Festzelten, Foodtrucks, Getränkeständen und viel Raum für Begegnungen. Bis in die Nacht hinein verweilten die Besucher vor der erleuchteten Klosterfassade und unter den Lichtern der Klosterallee.
Möglich wurde dieses Ereignis durch das Mitwirken zahlreicher Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne – und noch vieler helfender Hände im Hintergrund: beim Auf- und Abbau, an Kasse und Einlass, bei Technik und Bewirtung. Ohne dieses Engagement wäre ein Fest dieser Größenordnung nicht denkbar gewesen.
Die Steyler Missionare und das Organisationsteam um Jürgen Welzel danken allen Beteiligten von Herzen. „Das Klosterleuchten war nicht nur eine Feier unserer Geschichte“, so das Team, „sondern ein lebendiges Zeugnis dafür, was entsteht, wenn viele ihre Talente einbringen.“
Die Begeisterung der Besucher und die besondere Atmosphäre bleiben als schöne Erinnerung. Noch wichtiger ist das Gefühl: Gemeinsam haben wir etwas Großes gestemmt – und dieses Licht leuchtet weiter.
Fotos: Gregor Czora, Thorsten Finck, Sebastian Quillmann