Deutschland
01. Aug 2025
Mit einem Sonderheft der Zeitschrift „An Niers und Kendel“ und einer Festwoche (1.– 7. Sept.) feiert die Arnold-Janssen-Stadt Goch ihren berühmten Sohn und das 150-jährige Jubiläum der von ihm gegründeten Steyler Missionare.

Am 8. September 1875 gründete der Gocher Arnold Janssen im niederländischen Ort Steyl die „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“, bekannt als Steyler Missionare. Aus bescheidenen Anfängen entstand eine weltweit tätige Ordensgemeinschaft mit heute mehr als 5.600 Mitgliedern. Eine ganze Woche lang wird im Wallfahrtsort Goch dieses Jubiläum gefeiert und der berühmte Sohn der Stadt geehrt.

Aus diesem Anlass ist in der vom Heimatverein Goch herausgegebenen Reihe „An Niers und Kendel“ ein neues Heft über Arnold Janssen erschienen. Verfasst wurde es von Pfarrer Manfred Krause, selbst Steyler Missionar, und der Historikerin Barbara Janßen. Der Titel „De kaamsche Arnold“ geht auf den alten Spitznamen der Familie zurück, die in Goch ein Fuhrgeschäft betrieb. Ein Rosskamm („Kaam“) über der Eingangstür wies auf diesen Beruf hin.
Janssen wurde 1837 in Goch geboren. Das Heft beleuchtet seine Kindheit, Schulzeit und geistliche Prägung. Die Autoren beleuchten nicht nur sein frühes Leben, sondern auch, welche Orte noch heute in seiner Heimatstadt an ihn erinnern. Ein besonderes Highlight ist das Cover: Ein Portrait des jungen Arnold Janssen wurde mit KI bearbeitet und als Ölgemälde gemalt. Es wird künftig im Arnold-Janssen-Haus zu sehen sein.
Mit vielen historischen Fotos, Einblicken in Arnolds Familiengeschichte und Hintergründen zur Entstehung der Steyler Missionare ist das Heft ein lesenswerter Beitrag für alle, die sich für Arnold Janssen, niederrheinische Kirchengeschichte und die Entstehung der Steyler Missionare interessieren. Es ist beim Pfarrbüro der Gocher Pfarrgemeinde St. Arnold Janssen www.st-arnold-janssen.de und im lokalen Buchhandel für 3,50 Euro erhältlich. Kontakt: E-Mail Pfarrbüro
Die Festwoche bietet ein vielfältiges Programm, das die Ökumene lebt sowie den Dialog der Kulturen, getreu der Leitlinie des Ordens: „Im Dialog mit allen Menschen, Kulturen und Religionen leben wir unsere Verantwortung vor Gott für eine menschliche Gesellschaft und setzen uns ein für Gerechtigkeit und Frieden in der Welt.“ Nach der Festwoche wird außerdem am 20. September eine Fahrt zum Mutterhaus der Steyler Missionare in Steyl (NL) angeboten.