Das Gesicht der Ausbildungsgemeinschaft

Deutschland

13. Jan 2022

Die Ausbildungszeit ist ohne Zweifel ein wesentlicher Teil des Lebens eines zukünftigen Priesters und Missionars. Worauf es ankommt, berichten Frater Duns in seinem Einblick in die Ausbildungsgemeinschaft der Steyler.

Das Gesicht der Ausbildungsgemeinschaft

Wenn wir an die langfristige Ausbildung denken, erinnern wir uns sowohl an eine harte Arbeit als auch an eine schöne Zeit, in der wir nicht nur endgültig die Entscheidung treffen müssen, das Leben als Priester zu gestalten, sondern auch sich zu bemühen, dass es zur Entfaltung dieser Entscheidung kommen kann. Von daher ist es eine Vorbereitungszeit, in der man sich gezielt entwickelt im Hinblick auf eine künftige dreifache Aufgabe: auf den Dienst des Wortes, des Kultes und der Heiligung und des Hirten (Optatam totius, 4).

In dieser Vorbereitungsphase leben wir zusammen als eine Gemeinschaft von 12 jungen Männern, die aus 7 unterschiedlichen Ländern kommen. Das Ausbildungsprogramm führt uns zur Entfaltung und zur Aneignung des Verantwortungsbewusstseins, um die auf uns zukommenden Aufgaben im klösterlichen Alltag gewissenhaft zu erfüllen, indem wir uns unserer Verantwortung in der Gemeinschaft bewusst werden. Uns beschäftigen nicht nur die Pflichten im Haushalt wie zum Beispiel Putzen, Waschen, Kochen usw., die normalerweise am Wochenende erledigt werden, sondern auch das langwierige Studium, das in manchen Fällen sogar die meiste Zeit in Anspruch nimmt, um mit den akademischen Anforderungen sowohl an der Sprach- als auch an der Hochschule Schritt halten zu können.

Gottesdienst
Austausch

Ebenso dürfen die spirituellen Aspekte der Priesterausbildung nicht in Vergessenheit geraten, die uns ermöglichen, die Beziehung zu Gott nicht nur zu pflegen, sondern auch vertiefen zu können wie die gemeinsamen Tätigkeiten, die dazu führen, mitbrüderliche Beziehungen zu den anderen Gemeinschaftsmitgliedern zu pflegen. In dieser Hinsicht wird klar, dass die Formation auf unsere integrale Entwicklung ausgerichtet ist. Sie ist so entworfen, dass wir ausreichend mit den notwendigen Fähigkeiten und Kapazitäten ausgestattet werden, so dass wir mit den Herausforderungen bei unseren künftigen Aufgaben als Seelsorger zurechtkommen können.

Was man sich im Laufe der Ausbildungszeit aneignet, findet normalerweise seine Verwirklichung in der künftigen Tätigkeit als Priester und Seelsorger. Ob wir uns tatsächlich die wertvollen Eigenschaften angeeignet haben, lässt sich in unserem Umgang mit der Verantwortung als Seelsorger in naher Zukunft erkennen. Für diese Vorstellung ist das folgende Sprichwort von Bedeutung: “Was man sät, das wird man ernten.”

Zusätzlich dürfen wir die Tatsache nicht aus den Augen verlieren, dass Priestersein keine weltliche Karriere bedeutet, der man um der Macht willen und des Profits nachstrebt, als ob man sich nach der Priesterweihe in eine Geschäftswelt begeben würde. Dazu äußerte sich Papst Franziskus, Priestersein sei keine Karriere, sondern ein Dienst. Deshalb sollte das von einem Priester geführte Leben grundsätzlich anders aussehen, denn sein Leben ist auf die Verkündigung des Wortes Gottes ausgerichtet.

Zu guter Letzt sind wir zwar ständig mit dem Priesterausbildungsprogramm konfrontiert, aber es kommt darauf an, wie wir es auf uns wirken lassen. In diesem Zusammenhang kommt die Wichtigkeit der langen Ausbildungszeit zum Vorschein. Im Laufe der Formationsjahre wird es uns ermöglicht, nicht nur unsere Talente ausbauen und die angezielten Eigenschaften in uns entwickeln zu lassen, sondern auch die Offenheit zur derer Verwirklichung zu schaffen. Wir versuchen, uns aktiv in das Programm einzubringen. Hier spielen unsere Formatoren bei unserer ständigen Fortentwicklung eine erhebliche Rolle, da sie uns nicht nur als Begleiter, sondern auch als mit Rat und Tat zur Seite stehenden Personen dienen. Sie leisten einen enormen Beitrag zur Entfaltung unserer Potenziale. Das haben wir nicht nur dem Präfekten, Pater Fidelis Regi Waton SVD und Pater Peter Claver Narh SVD zu verdanken, sondern auch der ganzen Gemeinschaft von St. Augustin.

Text: Frater Duns Helbero SVD
Fotos: Rater Phuc SVD

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