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Hermann Hochegger wurde am 17. März 1931 in Köppling, Diözese Graz-Seckau geboren. Der Name seines Vaters war Bartholomäus, seine Mutter hieß Maria. Er hatte acht Geschwister. Er besuchte das Gymnasium in St. Severin / Fürstenfeld und in St. Rupert / Bischofshofen, wo er 1953 die Matura ablegte. Am 8. September 1953 wurde er ins Noviziat in St. Gabriel aufgenommen. Die ersten Gelübde legte er im September 1955, die Ewigen Gelübde vier Jahre später ab. Am 26. Mai 1960 wurde er zum Priester geweiht. Nach einem Jahr Sprachstudium (Französisch) begann er das Studium der Ethnologie an der Universität Löwen. Dort erwarb er 1963 das Lizenziat. Von 1963 bis 1965 arbeitete er als Professor am College in St. Paul / Bandundu, Kongo. Von 1965 bis 1998 war er Direktor des Kulturinstitutes CEEBA. Von 1970 bis 1973 studierte er in Paris und erwarb das Doktorat.
In seinem Bestimmungsland, dem Kongo, war er insgesamt 34 Jahre als Pfarrer, Professor, Studienleiter und Forscher tätig. Um nach dem blutigen Konflikt zwischen Hutus und Tutsis Wege der Versöhnung zu finden, wurde er 1997 nach Burundi berufen.
Im Jahre 1998 kam er nach Österreich zurück und dozierte im selben Jahr und auch drei Jahre später Kulturanthropologie am Institut für Indische Kultur in Mumbai, Indien. Bis zu seinem Tod war er wissenschaftlich tätig. Die Liste seiner Publikationen in seinem Fachgebiet ist beachtlich.
Er war ein überaus gastfreundlicher und lebensfroher Mitbruder, der sich gern durchreisender Missionare annahm. Der stete Kontakt zu seinen Familienangehörigen und zur steirischen Heimat war ihm sehr wichtig.
Am Fest Christi Himmelfahrt, seinem Namenstag, rief ihn der Herr in die ewige Heimat. Er sollte an diesem Tag in einem Kloster die heilige Messe feiern. Als er zur festgelegten Zeit nicht an der Pforte erschien, suchte man ihn in seinem Zimmer, wo man ihn tot auffand. Schon während der letzten Wochen hatten sich bei ihm stärkere gesundheitliche Probleme bemerkbar gemacht. Trotzdem kam sein Tod sehr überraschend.
Am Mittwoch, dem 27. Mai, feiern wir um 14:30 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche von St. Gabriel die Eucharistie und geleiten unseren lieben Verstorbenen anschließend auf den Friedhof des Missionshauses.
P. Rektor Elmar PitterleSVD
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